FG Bauhauptgewerbe


Unser Mann in der Tarif -und Verhandlungskommission:

Jürgen Leidal

stv. Bezirksvorsitzender der IG BAU Nordbaden
und BR-Vorsitzender bei SAX + KLEE Mannheim

FG BAUHAUPTGEWERBE AKTUELL

TARIFRUNDE im BAUHAUPTGEWERBE 2018

TARIFVERHANDLUNGEN IM BAUHAUPTGEWERBE GESCHEITERT !

Liebe Kolleginnen,
Liebe Kollegen,
 
wie wir euch bereits informiert haben, sind die Tarifverhandlungen für das Bauhauptgewerbe heute abgebrochen worden. Für die weitere Information und Mobilisierung der Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben stellen wir euch ein erstes Flugblatt zur Verfügung.

Unser Verhandlungsführer Dietmar Schäfers

berichtet zum Scheitern der Verhandlungen im Bauhauptgewerbe per Audiobotschaft
Dietmar Schäfers zum Scheitern der TV
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SAX+KLEE: Betriebsversammlung im Zeichen der Tarifrunde

Am 29.03.2018 fand eine Betriebsversammlung der Firma SAX+KLEE GmbH in Mannheim statt.
Der alte und neue Betriebsratsvorsitzende Hans-Jürgen Leidal führte routiniert und kompetent durch die Versammlung.
Besonders wurde es für die rund 480 Beschäftigten, als es zur Tarifrunde 2018 kam. Denn Kollege Leidal ist Mitglied der IG BAU Bundestarifkommission und der Verhandlungskommission.
Er konnte aus erster Hand von den bisherigen 2 Verhandlungsrunden berichten.
Stimmungen, Atmosphäre und Kommentare seitens des Arbeitgeberlagers sind wichtig, um einzuschätzen, welchen Verlauf die diesjährige Tarifverhandlung nimmt. Sollten es die Arbeitgeber dieses Mal tatsächlich auf einen Arbeitskampf anlegen, wie viele Kollegen auf den Baustellen vermuten?
Für die Kolleginnen und Kollegen des Mannheimer Traditionsbetriebes ist klar, dass sich die sehr gute Baukonjunktur auch auf ihrem Lohnzettel widerspiegeln muss. Wann, wenn nicht jetzt?
Wir sind es wert!

Die Kolleginnen und Kollegen von Sax und Klee machen mobil.
Wir sind es wert

Derzeit finden die Tarifverhandlungen für das Baugewerbe statt.

Wie ihr wisst, haben die Arbeitgeber die Forderungen der IG BAU
im Großen und Ganzen abgelehnt, sie bieten derzeit im Westen
3,3 % auf 24 Monate. d. h. 1,65 % im Jahr. Wenn man in den
Medien verfolgt, wie es derzeit um das deutsche Baugewerbe
bestellt ist, dann ist dies angesichts der wirtschaftlichen Lage im
deutschen Baugewerbe eine Unverschämtheit und ein Schlag ins
Gesicht der Bauarbeiter. Die 2. Verhandlungsrunde beschreibe
ich jetzt mal mit den Worten eines Bauarbeiters und nicht mit den
schön gefärbten Worten der Arbeitgeberseite.

In der Verhandlungskommission der IG BAU ist man entsetzt über
die Argumentation der Arbeitgeberseite, die absolut nicht
nachvollziehbar ist. Eigentlich war da viel Wischi-Waschi, Hü- und
Hott, mal so, mal so, vorwärts-, rückwärts. Eine seltsame Taktik,
die aus unserer Sicht scheinbar nicht einmal allen Mitgliedern der
Arbeitgeberseite klar war. Ominöse Töpfe mit einem
Verteilungsspielraum, deren Inhalt man uns nach mehreren
Nachfragen nicht mitteilen konnte oder wollte.

Zur Aufheiterung der sehr schwierigen, ernsten Verhandlungen,
die auch zwischendurch kurz vor dem Scheitern standen, trug
allerdings der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite, Herr
Dupre bei, der mit einem Glas Weißwein in der Hand in die kleine
Verhandlungsrunde geht und unterwegs auf Nachfrage erwähnt,
dass es besser ist, ein stadtbekannter Trinker zu sein, als ein
anonymer Alkoholiker.

Dadurch relativieren sich evtl. einige Aussagen des
Verhandlungsführers der Arbeitgeber. Im Übrigen, ich hatte den
Eindruck, dass sich einige Arbeitgeber für diesen Auftritt
schämten.

Es gab noch weitere 1, 2, geistige Ausfälle auf Arbeitgeberseite,
auf die ich jetzt allerdings nicht näher eingehen möchte.

Von einem wertschätzenden respektvollen Umgang der
Arbeitgeberseite uns gegenüber war man teilweise weit entfernt.

Während der Verhandlung verweist man immer wieder auf den
verschärften Kostendruck und den Wettbewerbsdruck mit
niedrigen Preisen. Diesen Preiskampf haben aber nicht wir
Arbeitnehmer verursacht, sondern die Bauunternehmen selbst.

Auf der einen Seite weiß man um den sich schon längst
abzeichnenden Facharbeitermangel und dass man das
Baugewerbe attraktiver gestalten muss.

Die Fachkräfte werden massiv umworben und es ist äußerst
schwierig junge Menschen für das Baugewerbe zu gewinnen.

Einige Bauarbeitgeber haben das schon längst erkannt und
unternehmen etwas.

Diejenigen in der Verhandlungsmannschaft der Arbeitgeberseite,
die das auch erkannt haben, können sich gegen die anderen aber

scheinbar nicht durchsetzen.

Auf der anderen Seite war das abgelaufene Jahr nach Aussage
der Arbeitgeberverbände insgesamt ein gutes Jahr für das
Baugewerbe und die Prognosen für die nächsten Jahre werden
ebenfalls als positiv eingestuft.

Die Bauarbeitgeber argumentieren, es ist nicht die richtige Zeit für
Einkommenserhöhungen. Frage: Gab es jemals die richtige Zeit?

Wir sagen: Wann, wenn nicht jetzt, ist denn die richtige Zeit?

Wir sagen: „Wir sind es Wert und zwar jeden Euro“.

Kolleginnen und Kollegen, Einkommensverbesserungen fallen
dieses Mal nicht einfach vom Himmel.

Wir werden beweisen müssen, dass wir ein Stück vom Kuchen
haben wollen. Das müssen die Arbeitgeber allerdings auch
spürbar merken. Die IG BAU wird deshalb in der nächsten Zeit
einige Aktionen durchführen, bei denen wir unseren Anspruch
lautstark anmelden werden.

Ohne Gewerkschaft gibt es keine Lohn- und Gehaltserhöhungen
und die sozialen Leistungen werden zurück gefahren. Wir
brauchen die Gewerkschaft als Gegengewicht zu den
Arbeitgeberverbänden. Und: Die Gewerkschaft sind wir,
Kolleginnen und Kollegen.


Deshalb auch an dieser Stelle, immer wieder der Aufruf
an alle nicht organisierten Arbeitnehmer:

Unterstützt die IG Bauen Agrar Umwelt, werdet Mitglied!

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Jürgen Leidal
Mitglied der Bundestarifkommission
und der Verhandlungskommission im Bauhauptgewerbe

Unser zuständiger Sekretär für das Bauhauptgewerbe

Telefon:0171 3301780
FG VORSTAND
VorsitzenderHans-Jürgen Leidal
stv. VorsitzenderBernhard Imhof
Weitere MitgliederWerner Bohr
Bernd Schneider
Detlef Weichsel